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Ich kriege es - eine Kampagne am Beispiel von McDonald's in Deutschland

McDonald's paßt sich dem Trend an, sich 'gesund' zu ernähren. Wissen Sie jedoch, woraus die Produkte bestehen? Auf welche Informationen verlassen Sie sich?

ich kriege es

Dieses ironische Motiv gibt's hier zum download für alle, die eine Debatte um Verbraucherschutz und Informationsrechte provozieren wollen:

Im Kleinformat fürs Web:

  • als *.png (1,3 MB) png
  • als *.gif (200 kb) gif

Im Großformat:

  • als *.jpg (600 kb) jpg

und als T-Shirt unter spreadshirt für 12,90/13,90 Euro.

  • Vorweg: Lebensmittelchemische Zusatzstoffe, die in Produkten von McDonald's anzutreffen sind, finden sich ebenso auch in herkömmlichen Supermarktprodukten, die jeder private Verbraucher dort kaufen kann. siehe auch: Produkte und Inhaltsstoffe

Die Krankheiten von "ich kriege es" lassen sich also keineswegs in einen unmittelbaren Zusammenhang mit McDonald's Produkten stellen.

Das Motiv soll jedoch die Debatte um Verbraucherschutz mit provokativen Mitteln anregen. Dabei geht es vorangig um die klare Information über die vertriebenen Produkte.

Warum also McDonald's?

  • Der McDonald's ist d e r Leader unter den Großen:
  • McDonald's gibt weltweit 1,5 Mrd. US-Dollar allein für Werbung aus.
  • McDonald's ist d a s größte unter den Gastronomieunternehmen in Deutschland. Damit gibt es die Richtschnur für andere Unternehmen in der Branche vor. Erfolgreiche Muster werden zumeist später von anderen nachgeahmt. Ob diese für den Verbraucher schädlich sind oder nicht steht auf einem anderen Blatt.
  • Das neuartige Auftreten von McDonald's in Deutschland quasi in der Rolle eines Gesundheitsberatungsunternehmens, erscheint wohl eher als Teil einer Marketingstrategie, die sich aktuellen Trends hingibt: McDonald's gibt "realistische Ernährungsvorschläge für jeden Tag, die zeigen sollen, wie McDonald's zu einer ausgewogenen Ernährung und Lebensweise beitragen kann. (Vorwort aus: Eat Smart, Be Active. Tipps für eine gesunde Ernährung. Nur für den internen Gebrauch. Dr. Petra Ambrosius, Anita Bean R., Serge Michels R. Mai 2004). Und wie gut das Ganze funktioniert, sieht man am Beispiel der letzten Umsatzzuwächse: mit "salads plus" hat McDonald's in Europa den Gewinn um ein Viertel gesteigert und das stärkste Umsatzwachstum seit 1987 hervorgebracht (vgl. WAZ 27.07.2004).
  • Das Unternehmen macht Vorschläge für die Gesundheit seiner Kunden. Damit wird gezielt die Erwartung geweckt, daß auch die verkauften Produkte gesund seien. So wird das "Umfeld stimuliert".

Kann man solchen Vorschlägen zur gesunden Lebensweise Glauben schenken, wenn man gar nicht weiss, was sich in den Produkten als Zusatzstoff wiederfindet? In den USA sieht die Information problemlos anders aus: McDonalds-US-Info

Die Konsumenten haben in Deutschland nicht das Recht, dem Hersteller in die Karten zu gucken. Ein Grundrecht auf detaillierte Produktinformationen gibt es nicht. Im Gegenteil: das deutsche Lebensmittelrecht läßt zu, das der Verbraucher an der Nase herumgeführt werden kann. Quasi schon unterhaltsam ist die Unterscheidung zwischen Zutat und Nichtzutat

Fakt ist:

In Deutschland liegen keinerlei brauchbare, unabhängig veröffentliche Daten zu den faktisch in McDonald's Produkten verwendeten Zusatzstoffen vor. Der Verbraucher ist auf die Angaben des Herstellers verwiesen. In den USA gibt es seitens präzise Daten zu den Inhaltsstoffen der angebotenen Produkte von McDonald's. Die US-Angaben ist jedoch nicht ohne selbstständige Analysen in Deutschland übertragbar. Nach telefonischer Auskunft des Instituts Fresenius (Stand 7.8.04) liegen in Deutschland keinerlei Untersuchungen zu Zusatzstoffen in McDonald's Produkten vor.

  • Kontakt: INSTITUT FRESENIUS - Chemische und Biologische Laboratorien AG, Im Maisel 14, 65232 Taunusstein, Telefon +49 6128 744-0.

McDonald's Deutschland

McDonald's in Deutschland McDonald's ist nach wie vor der unangefochtene Marktführer der Gastronomiebranche. McDonald's gründete in Deutschland vor 32 Jahren seine erste Filiale. Trotz der angespannten konjunkturellen Lage steigerte McDonald's mit 2,27 Milliarden Euro seinen Nettoumsatz im Jahr 2003 (vgl. McDonald's Jahresbericht 2003):

  • 2,27 Mrd. € Nettojahresumsatz
  • 48 Restauranteröffnungen
  • 1.244 Restaurants bundesweit
  • 740,8 Mio. Gäste im Jahr
  • rund 47.000 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
  • 920 Auszubildende
  • mehr als 30.000 Tonnen Rindfleisch werden für McDonald's in Deutschland zu Hamburgern verarbeitet
  • Kontakt: Adresse von McDonald's in Deuschland: McDonald's Deutschland Inc. Abteilung Kommunikation Drygalski-Allee 51 81477 München

McDonald's Europa

In Europa beziehen 5.200 Filialen ihr Rindfleisch von europäischen Rindern. Sog. Vorderviertel ausgedienter Milchkühe werden zu Hamburgern verarbeitet; für US-Amerikaner wäre dies "Hundefutter", da sie nur eigens zur Fleischproduktion gezüchtete Rinder verzehren. In der EU wird rund ein Drittel der Futtermittel für die Tierhaltung importiert. Davon stammen 50 Prozent aus Ländern der sog. Dritten Welt. Dort werden dazu in der Regel die besten landwirtschaftlichen Flächen hergegeben und so der lokalen Nahrungsmittelproduktion entzogen. (vgl. Schwarzbuch Markenfirmen, 158).

McDonald's weltweit im Jahr 2000

  • Umsatz: 41,36 Mrd Euro
  • Gewinn: 3,34 Mrd Euro
  • Beschäftigte: 1,5 Millionen
  • Sitz der Konzernzentrale: Oakbrook, (Illinois, USA)
  • Ausgaben für Werbung: 1,5 Mrd US-Dollar
  • weltweit der größte Einkäufer von Rindfleisch
  • rund 30.000 Filialen finden sich in 118 Ländern
  • 36 Prozent der Konzerneinkünfte werden in Europa eingespielt (vgl. Schwarzbuch Markenfirmen, 157)
  • in Südamerika werden große Flächen des Regenwalds zerstört und zur Rindfleischproduktion genutzt. Die einheimischen Bewohner werden dazu vertrieben (vgl. Schwarzbuch Markenfirmen, 158).

Die Anpassung an den Trend des "gesunden Essens"

Statt Essen einfach als "Sattmacher" darzustellen, setzt auch McDonald's auf ein neues/altes Pferd: Unter dem Druck von Kritikern an Fast-Food-Ernährung und ihren möglichen Folgen passte sich McDonald's dem gegenwärtigen Trend zur sog. "bewußten Ernährung" an und erweiterte seine Produktpalette um neue Salate, Milchshakes und Apfelsaftschorle.

Hinter dem Gesundheitsimage steht jedoch das Motiv des "Essens mit schlechtem Gewissen". Vielleicht machen die Produkte ja einfach nicht satt...!?!

  • zu Nahrungsmittelprodukten und Lebensmittelrecht in Deutschland: Pollmer/Warmuth, Lexikon der populären Ernährungsirrtümer, Frankfurt /M. 2000; inzwischen auch als Taschenbuch bei PIPER, München erschienen)
  • zu weltweit aktiven Konzernen und deren fragwürdigen Praktiken: Werner/Weiss, Schwarzbuch Markenfirmen, Die Machenschaften der Weltkonzerne. Wien/Frankfurt/M. 2001, 5. Auflage.
  • zu den Arbeitsbedingungen bei McDonalds empfiehlt sich ein Blick ins Labournet

unter dem Stichwort McDonalds wird mensch hier durchaus fündig.

**Doch in Sachen Ernährung ist die Lage nicht so einfach:**

Stellt man die Frage, wie groß ist der Nutzen von Diäten im Kampf gegen chronische Krankheiten, zeigt sich ein überraschendes Ergebnis: sie helfen nicht gegen die anvisierten Krankheiten. Näheres dazu lesen Sie hier

Daher an dieser Stelle:

**Für die Zweifler unter den Gebildeten**

gibt es hier ein weiteres Motiv mit einer anderen Position zur Sache, nicht ohne freundliches Augenzwinkern, versteht sich:

Unter dem Motto Ich kriege es NICHT.

ich kriege es nicht

Im Kleinformat fürs Web:

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Im Großformat:

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und selbstverständlich als T-Shirt unter spreadshirt für 12,90/13,90 Euro.

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