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Sinn oder Unsinn von Diäten

Lassen sich mit Programmen zu gesunder Ernährung die sog. Zivilsationskrankheiten in den Griff bekommen?

Zwei große Studien mit statistisch ernstzunehmenden Daten an über 100.000 Personen in den USA zeigen, wie gering der Nutzen von Diätprogrammen ist, die auf eine Verringerung von chronischen Krankheiten zielen, also Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebserkrankungen.

In den USA wurden 67.000 Krankenschwestern acht Jahre hinsichtlich ihrer Ernährungsgewohnheiten und einem möglichen Zusammenhang von neu auftretenden chronischen Krankheiten beobachtet. Das Ergebnis war ernüchternd: man fand keinen Unterschied zwischen denen, die sich strikt an die offiziellen Ernährungsempfehlungen hielten, und denen, die sich völlig falsch ernährten. Einen Zusammenhang zwischen falscher Ernährung und neu auftretenden Krankheiten konnte man nicht feststellen, wenn man Rauchen und andere Risikofaktoren mit ins Visier nahm.

Ähnlich: In der Health Professional Follow-up Study machten ca. 40.000 Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker über zwölf Jahre Angaben über ihre Ernährungsgewohnheiten und ihre Gesundheit. Für Männer und Frauen war kein Zusammenhang feststellbar, der Gesundheit und Ernährungsgewohnheiten betraf.

Es zeigte sich allein, daß diejenigen körperlicher Aktivität nachgingen, sich auch "gesunder Ernährung" widmeten.

Alle Behauptungen einer angeblich gesunden Ernährungsweise, die für alle Menschen gleich sinnvoll sei, sind mit wissenschaftlich belegbaren Daten nicht zu halten. Es ist dagegen davon auszugehen, daß jeder Mensch in seinem Verdauungstrakt über eine jeweils unterschiedliche Enzymausstattung verfügt. Dies begünstigt evolutionär das Überleben.

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*Vgl. zur vertiefenden Lektüre der Problematik:*

Udo Pollmer, Susanne Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer. Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Alkohol bis Zucker. Piper Verlag, München. Januar 2004 - Taschenbuch - 355 S. (ca. 10 Euro)

Gunter Frank, Udo Pollmer, Susanne Warmuth: Lexikon der Fitness-Irrtümer. Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Aerobic bis Zerrung. Eichborn Verlag, Frankfurt/M. September 2003 - Gebundene Ausgaben - 300 S. (ca. 23 Euro)

McCullough M.L.; Feskanich, D.; Rimm, E.B.; Giovannucci, E.L.; Ascherio, A.; Variyam, J.N.; Spiegelman, D.; Stampfer, M.J.; Willett, W.C. Adherence to the Dietary Guidelines for Americans and risk of major chronic disease in men. American Journal of Clinical Nutrition 2000 Nov;72(5):1223-31. (Departments of Nutrition, Epidemiology, and Biostatistics, Harvard School of Public Health, Boston, MA, USA. mmccullo@cancer.org)

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